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3. HEF: "Lebensraum Schule" - Ganztagsschulen für eine bessere Lehr- und Lernkultur

 

167 Gäste fanden den Weg nach Kassel in die Offene Schule Kassel-Waldau. Bereits um 09:00 Uhr, dem Offenen Anfang, füllte sich die Mensa zusehends. Es war auch ein ereignisreicher Tag angekündigt. Mit dem Thema Ganztagsschule beschäftigen sich im Moment sehr viele Eltern, Schüler und auch Lehrer. Der Landeselternbeirat begrüßt das formulierte Ziel der Bildungspolitik, flächendeckend Ganztagsschulen einführen zu wollen.

 

Dies ist man allein schon der sich verändernden Lebenssituation im familiären und sozialen Umfeld der meisten Erziehenden schuldig. Von 100 Kindern wachsen in-zwischen 38 bei einem alleinerziehenden Elternteil auf.

 

Da der Begriff Ganztagsschule aber mit sehr unterschiedlichen Vorstellungen behaftet ist, diente dieses Forum der Verdeutlichung, was Ganztagsschule ist, sein sollte und darstellt.

 

Wie sagte Herr Albrecht, Pädagogischer Leiter an der Offenen Schule Kassel-Waldau in der abschließenden Podiumsdiskussion auf die von Herrn Engel gestellte Frage: „Was ist besser, eine Ganztagsschule, die noch nicht so richtig funktioniert, weil die räumliche und sächliche Ausstattung noch nicht vorhanden ist, oder keine Ganztagsschule?“ Herr Albrecht: „Ich plädiere unter diesen Umständen für keine Ganztagsschule, da sonst eine gute Schulform auf Ablehnung stößt weil die Eltern und Schüler sagen ‘Ach, so geht also Ganztagsschule, dann wollen wir das nicht!’ Ganztagsschule braucht gerade am Anfang eine sehr gute personelle und sächliche Ausstattung, damit sie funktionieren kann.“

 

Kerstin Geis, Vorsitzende des Landeselternbeirats eröffnete die Veranstaltung um 10 Uhr und übergab anschließend das Wort an den geschäftsführenden Kultus-minister, Herrn Staatsminister Banzer und die Schulleiterin Bärbel Buchfeld. Der Minister lobte die Ganztagsschule als eine Schulform, in der Schülerinnen und Schüler bei entsprechend guten Konzepten eine optimale Zukunftschance geboten wird. Es folgten Vorträge von Herrn Wolf Schwarz, Referatsleiter Ganztagsschulen im Kultusministerium zum Thema: Das Landesprogramm Ganztagsschulen: Rahmenbedingungen und Entwicklungsperspektiven. Ein interessanter Vortrag, der darstellte, wie das Kultusministerium Schulen, die sich auf den Weg zur Ganztagsschule begeben, unterstützt. Anschließend stellte Herr Albrecht sehr eingängig das Konzept der Offenen Schule Waldau vor und wie diese sich zu einem „Lebensort“ für die Schüler entwickeln musste.

 

In der sich anschließenden Mittagspause gab es ein reguläres Schulessen, von dem alle begeistert waren. Von 13 Uhr bis 14:30 Uhr konnten vier Impulsvorträge besucht werden.

 

Themen: Auf dem Weg zur Ganztagsschule, von Stephanie Welke, Serviceagentur Ganztägig lernen,

 

Rhytmisierung, von Guido Seelmann-Eggebert, Vorsitzender des Ganztagsschulverbands Hessen,

 

Partizipation von Armin Wagner, ELAN (Eltern schulen aktive Eltern) und Katharina Horn, Landesschulsprecherin und

 

Vernetzung Schulverpflegung, von Daniela Born-Schulze, Hess. Ministerium für Umwelt ländlichen Raum und Verbraucherschutz.

 

In der folgenden Kaffeepause informierten sich die Besucher an den verschiedenen Ständen des Marktes der Möglichkeiten und es fanden rege Diskussionen statt, deren ungeklärte Fragen Eingang in die anschließende Podiumsdiskussion fanden. Hier standen die Schuldezernentin der Stadt Kassel, Anne Janz, Schulamtsdirektorin Elke Hilliger, Staatliches Schulamt Kassel, Generalistin für Gesamtschulen, Katharina Horn, Landesschulsprecherin und Kerstin Geis, Vorsitzende des Landeselterbeirates von Hessen, Rede und Antwort.

 

Philipp Engel vom Hessischen Rundfunk moderierte und führte professionell und gekonnt durch den Tag. Ein paar Eindrücke der Veranstaltung finden Sie hier.

Den Flyer des 3. HEF finden Sie hier.